Mittwoch, 27. Februar 2008

Dealerschulung der Poker Bundesliga (Teil 1)

Derzeit suchen verschiedene Pokertunier-Veranstalter dringend Kartengeber. Da ich von allem, was mit Poker zu tun hat, förmlich begeistert bin, habe ich mich unter poker-bundesliga.de als Dealer beworben. Weitere Tunierveranstalter, die aktuel Dealer suchen sind z.B. Pokerwelle und Pokergolfen.
In der Bewerbung habe ich kurz meine Pokererfahrung geschildert und erläutert, warum ich Dealer werden möchte. Bei Interesse könnt Ihr das Kontakformular auf der Website für die Bewerbung benutzen.

Ein paar Tage nach meiner Bewerbung bekam ich die Informationen, dass ich auf die Liste für die nächste Dealerschulung eingetragen wurde.
Innerhalb eines monats wurde ich telefonisch zur Dealerschulung eingeladen. Da die Mitteilung sehr kurzfristig kam, konnte ich an dieser Schulung nicht teilnehmen.
Einen guten Monat später wurde ich wieder zur Dealerschulung eingeladen.

Bisher wurden die Dealerschulungen an einem Tag (ca. 6 Std.) durchgeführt. Diesmal wurde die Schulung zum ersten mal auf 2 Tage verteilt (jeweils 3 Std.).
Den ersten Teil der Schulung habe ich gestern besucht. Der zweite Teil findet am 28.02.2008 statt.

1. Teil:
Die Schulung fand in Berlin, in der Nähe des Potsdamer Platzes statt. Insgesamt waren ca. 30 Bewerber anwesend. Die meisten waren männlich. Aber immerhin einviertel der Bewerber war weiblich. Das Alter der Bewerber lag zwischen 18 und 38 Jahren. Der meisten waren anfang bis mitte 20. Gut 20% hatten zu meinem Erstaunen noch keine Pokererfahrung.
Geleitet wurde die Schulung von 3 Mitarbeitern der Poker-Bundesliga, die sich zunächst vorstellten. Anschließend wurde eine Anwesendsheitslist erstellt. Jeder sollte kurz etwas zu sich sagen (Alter, Beruf) und den Grund für die Bewerbung.
Die Athmosphäre war währenddessen sehr locker.

Dann wurde uns mitgeteilt, welche Erwartungen an uns gestellt werden, z.B.

  • Pünktlichkeit
  • Motivation
  • Höflichkeit
  • Selbstsicherheit
  • Fleiß
  • gepflegtes Äußeres (insb. die Hände sollen gepflegt sein; kein 3-Tage-Bart)

Folgende Fähigkeiten sind für die Arbeit als Dealer besonders wichtig:

  • Konzentrationsfähigkeit
  • Kopfrechnen
  • Englisch (Tuniersprache ist deutsch und englisch)
  • Verwendung der Pokerfachbegriffe

Verdienstmöglichkeiten:
Die Pokerbundesliga zahlt einen Stundenlohn in Höhe von 6€/Stunde + eine Fahrtkostenaufwendung i.H.v. 10€ pro Tag. Getränke gibt es Kostenlos.
Andere Pokerveranstalter zahlen bereits 7€/Stunde oder einen Pauschalbetrag für jedes gedealte Tunier. Eine Marktübersicht habe ich allerdings nicht.
Man kann als Dealer bei der Pokerbundesliga Gutscheine für einen kostenlosen Tuniertisch verteilen. Bezahlt derjenige das BuyIn für einen weiteren Tisch (in diesem fall für nur 10€ statt 15€) erhält man 10€ Provision. Der Spieler kann so 2 Tische für 10€ statt 30€ spielen.

Kleidung:
Als Dealer bei der Poker-Bundesliga erhält man am Tuniertag ein weißes Hemd mit Fliege. Für eine passende Hose, Schuhe und Socken muss man selber sorgen.

Arbeitszeit:
Die Tuniere finden, zumindest in Berlin, am Wochende statt. Man muss als Dealer i.d.R. um 12Uhr da sein. Der Tuniertag endet meistens erst nach 24Uhr. Es ist geplant, auch in der Woche Tuniere zu veranstalten. Nach meiner Ansicht wird das aber nicht kurzfristig passieren.


Zur Schulung:
Die Schulung hat wirklich Spaß gemacht, weil viele nette Leute da waren. Die Atmosphäre war sehr angenehm, da man viele gleichgesinnte um sich hatte.

Am Donnerstag wird uns das Handwerk eines Dealers beigebracht (Mischen, Karten geben, Pötte bilden, etc.).

Montag, 25. Februar 2008

NL10 bei PacificPoker (Pokerraum Review)

PacificPoker bietet NL10 Shorthanded (6 Spieler) und NL10 Longhanded (10Spieler) an. Headsup-Tische gibt es erst im NL25 Limit.
Es gibt seit neuestem auch "Beginner-Tische", an diesen Tischen darf man vermutlich nur eine bestimmte Zeit nach Anmeldung bei PacificPoker spielen. Leider habe ich nicht herausgefunden wie die Bedingungen lauten.


Spieler:
Bei NL10 gibt es 3 wesentliche Spielerkategorien.
Die hälfte der Spieler sind bluttige Anfänger (1. Kategorie).
25% der Spieler meinten sie wären gute Spieler, haben sich aber abgesehen von den Regeln nicht weiter mit Poker beschäftigt (2. Kategorie). Manchmal erwischt man einen Tisch, voll mit Pokerneulingen. Es gibt kaum raises aber viele calls. Was einen mitunter auch zur Verzweiflung bringen kann, wenn die Fische auf dem River einen ihrer 4 Outs treffen.
Die 3. Kategorie (die restlichen 25% der Spieler) kennen im wesentlichen die Starthandkategorien, Odds und Outs und sind nicht mehr ihrer Neugier wehrlos ausgesetzt.


Spielweise:
75% der Spieler spielen zu schlechte Starthände (Spielweise: loose). Ich habe es häufig erlebt das preflop der 4-fache BB gecalled wird mit J7s. Man sollte nicht mit der Intention einen Flush zu bekommen, preflop ein Raise mitgehen. Kann man den Flop allerdings günstig sehen, sind multiway-connectors gut spielbar (z.B. 89s).
Außerdem haben diese Spieler die Angewohnheit, sehr passiv zu spielen. Es wird also nur gecalled. Gerade beim Bieten oder Erhöhen sieht man wo man mit seiner Hand steht. Diese Information habe ich bei einem Call nicht. Ein überragender Anteil spielt also loose-passiv. Die wohl schlechste Spielweise.

5% pokern loose-aggresiv. Den hohen Wetten vor dem Flop folgt verhältnismäßig oft ein all-in Move auf dem Flop. Oder es wird häufig preflop all-in gegangen. Leider bekommt man bei solchen Idioten nie hohe Pocketpairs... Aber mit etwas Geduld wird sich eine geeigntete Situation ergeben.

Weitere 10% spielen tight-passiv. Sie wählen bedacht ihre Starthände aus. Treffen sie den Flop allerdings nicht, wird nur gecheckt. Auf Aggression reagieren sie mit einem schnellen Fold. An sich hat man mit dieser Spielweise beim NL10 gute Gewinnchancen. Aber es gibt 2 Nachteile: 1. es gehen einem zu viele Pots durch die Lappen, welche man hätte stehlen können und 2. werden die Pots durch die passive Spielweise nicht sehr groß, wenn man mal den den Flop trifft.

Die beste Spielweise ist die tight-aggressive (10% der Spieler). Man wartet geduldig auf eine gute Starthand, dann wird preflop erhöht, da sehr viele loose Spieler am Tisch sitzen gibt es auch grundsätzlich 2 caller. So ist bereits nach dem Flop $1 im Pot. Grundsätzlich, ob nun getroffen oder nicht, sollte ein Conti-Bet folgen (mind. in Höhe des halben Pots). Verspürt man Gegenwehr sollten mittelmäßige bis gute Hände ruhig aufgegeben werde. Denn geraised wird man hier meistens nur, wenn der Gegner die Nuts hält.

Dienstag, 12. Februar 2008

Monatsrückblick - Januar 2008

Ich habe weiterhin NL10 gespielt. Allerdings habe ich offensichtlich zu wenig gespielt, da ich mein Spiel nicht wirklich verbessern konnte. Allerdings waren auch einige BadBeats und unglückliche Situationen dabei.
Ich habe mal 2 Situation rausgesucht:

1. Situation
Ich halte A5. Erhöhe beim NL10 (Shorthanded) Spiel auf $0.40. Der BigBlind called die $0.30 mit 56os. Der Flop bringt 2 3 4. Wir haben beide die Straße, ich pushe, er geht all-in. Ich erwarte, dass er ein Overpair hält, daher calle ich und verliere schließlich. Ich halte den call meines Gegners vor dem Flop für völlig falsch. Auf Dauer wird er damit viel Geld verlieren.

2. Situation
Ich halte KcJc. Ich erhöhe preflop auf $0.30. Werde von 2 Spielern gecalled. Der Flop bringt Ac 8c 4c. Ich setzt wieder $0.30. Ein Spieler geht raus, der andere geht All-In. Er hält A8 (2 Parre). Da ich zum jetzigen Zeitpunkt, das stärkste Blatt halte, dass man haben kann, calle ich. Der Turn bringt eine weitere 8 und ich verliere gegen sein Full House.

Da ich in den letzten Tag ein negative Serie hatte, entschloss ich mich zu einer Pause. Ich denke, dass die Verluste zu 50% aufgrund meines derzeit schlechten Pokers beruhen und zu 50% das Glück auf Seite der Gegner lag. Ich habe die Zeit genutzt, um etwas Pokerliteratur durch zu gehen. Im Internet habe ich ein paar interessante Seiten gefunden, z.B. www.pokertube.com.
Im Übrigen bin ich dazu übergegangen, 2 Tische gleichzeitig zu spielen. Allerdings gelingt mir kein gutes Spiel, wenn es Action an beiden Tischen gibt. Ich neige dann dazu, den Überblick zu verlieren und die Situationen nicht korrekt einzuschätzen.

Es folgt die Statistik:

CashGame:
Bankroll: $84,57
Gewinn: -$36,98
Bankroll: $47,59
Details Cash

Tournaments:
Bankroll: $55,93
Gewinn: $0,70
Bankroll: $56,63
Details Tournaments

Montag, 11. Februar 2008

Live-Pokertunier vom 10.02.2008

Ich habe gestern an einem kleinen Pokertunier mit 29 Spielern teilgenommen. Gespielt wurde mit jeweils 7 Spielern pro Tisch.
Das BuyIn betrug 5€. Dafür erhielt man 750 Chips. Ein Rebuy war innerhalb der ersten Stunde möglich (500 Chips für 5€).
Abgesehen von den Ein-Tisch-Tunieren, die ich mit meinen Freunden gelegentlich spiele, war das mein 2. Live-Tunier (neben der Full Tilt Poker Million Euro Challenge).
Besser an diesem Pokertunier war zumindest die Blindstruktur. Die Blinds erhöhten sich moderat alle 15min.

Blindstufe Small Blind / Big Blind
1 5 / 10
2 10 / 20
3 15 / 30
4 20 / 40
5 30 / 60
6 40 / 80
...

Die erste Stunde lief aus meiner Sicht ziemlich wild ab. Vor dem Flop gab es zwar wenig hohe Wetten, dafür wurde danach extrem aggressiv gespielt.
Bei einigen Calls musste ich innerlich den Kopfschütteln. In der ersten Stunde dürfte es über 10 Rebuys (bei 29 Spielern) gegeben haben.
An dem Geschehen habe ich zumindest aktiv nicht teilgenommen. In den ersten 2 Blindstufen (insgesamt 30min) habe ich keine Hand gespielt. Zum Einen war das aufgrund der niedrigen Blinds nicht zwingend notwendig zum Anderen bekam ich absolut keine Karten.
Keine Pocketpairs, keine 2 Bildkarten. In der 3. Blindstufe habe ich als SB mit 89 rein gelimpt. Der Flop half mir aber nicht, also war das die einzige Action von mir.
Nach über 45min (4. Blindstufe) bekam ich A-8 suited. Die Blinds waren bei 20 / 40. Ich erhöhe auf 100 und werde von 2 Spielern gecalled.
Der Flop bring 3-7-9. Da ich mittlerweile ein sehr tightes Image haben dürfte, biete ich erneut 100, werde aber um weitere 100 geraised.
Ich folde mein ohnehin nicht berauschendes Blatt. Mir bleiben noch rund 500 Chips.
Innerhalb der 5. Blindstufe (1Std. - 1.15Std) bekam ich kein spielbares Startblatt. Aber immerhin 8 Spieler sind in dieser kurzen Zeit aus dem Tunier ausgeschieden, so dass die Tische neu zusammengelegt wurden.
Zum Ende der 6. Blindstufe erhalte ich QQ. Ich calle ein All-In. Mein Gegner hält AQ. Ich bin also klar vorne.
Doch wie schon bei meinem ersten Tunier scheide ich mit Pocketpair QQ gegen Ax aus. Damals gegen einen Flush, diesmal bekommt mein Gegner sein As.

Das nächste Tunier kann nur besser werden.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Tipp Bonuscode

Super Bonus für PacificPoker von Pokertips.org

Ich habe einen sehr guten Bonus gefunden. Bei einer Einzahlung bei PacificPoker werden euch 60% der Einzahlungssumme sofort gutgeschrieben, d.h., ihr müsst den Bonus nicht freispielen. Diese Bonusvariante erst sehr selten. Ich habe $140 eingezahlt und dafür rund $80 Bonus erhalten. Aufgrund meiner Erfahrung kann ich euch den Bonus wärmstens empfehlen.

Ihr müsst einfach über die Seite pokertips.org euch bei PacificPoker anmelden.

Viele Grüße
The Rock

Mittwoch, 6. Februar 2008

Monatsrückblick - Dezember 2007

Ich habe mich dazu entschlossen, bei PacificPoker eine Bankroll anzulegen.
- $100 für Ringgames (Cashgame)
- $50 für Tournaments und Sit&Go's

Ich habe die Einzahlung mit einer Paysafecard vorgenommen. Das Geld wurde sofort auf meinem Pokerkonto gutgeschrieben.
Unter paysafecard.com könnt ihr nach Verkaufsfillialen suchen, es gibt davon im Prinzip jede Menge.
Ich kann euch die Zahlungsmethode wärmstens empfehlen.



Nun zum Poker:

Viele Hände konnte ich nicht spielen. Ich habe überwiegend NL mit Blinds $0.05/$0.10 (NL10) gespielt. Es werden auch NL mit Blinds $0.01/$0.02 angeboten. Aber ich denke, dass ich genug Erfahrung für NL10 Spiele habe.
Trotz der Verluste habe ich mich in dem Limit wohl gefühlt. Ich muss zukünftig daran arbeiten, mit mittelmäßigen Händen beim Showdown nicht so häufig zu callen. Nach meiner Erfahrung, wird grundsätzlich nicht versucht den Pot nach dem River zu stehelen. Die Spieler wetten fast nur bei starken Händen.

Es folgt die Statistik:

CashGame:
Bankroll: $100
Gewinn: $-15,43
Bankroll: $84,57
Details Cash


Tournaments:
Bankroll: $50
Gewinn: $5,93
Bankroll: $55,93
Details Tournaments