Montag, 3. März 2008

Dealerschulung (Teil 2)

Im zweiten Teil der Dealer-Schulung lag der Schwerpunkt auf der praktischen Ausbildung. Diese umfasste im Einzelnen

  • das Kartenmischen,
  • das Kartengeben,
  • die Bildung von Sidepots,
  • das Aufdecken der Communitycards und
  • die Kommunikation zischen Dealer und Spieler.


Kartenmischen
Die Karten werden bei Tunieren der Pokerbundesliga in 5 Schritten gemischt

  1. Riffle
  2. Riffle
  3. Strip
  4. Riffle
  5. Cut

Beim Riffle wird das Kartendeck in 2 annährend gleichgroße Stapel geteilt. Anschließend werden die Stapel mit den Daumen an den Ecken angehoben und so dicht aneinander gehalten, dass die Karten beim Hochrutschen der Daumen in einander fallen.
Beim Strip nimmt man das Kartendeck in die Hand und hebt von oben einen Teil des Kartendecks ab und bildet damit ein neuen Stapel. Das macht man solange, bis sich auf dem neuen Stapel alle Karten befinden. Man muss um sinnvoll zu mischen mind. 4mal abheben.
Beim Cut legt man das Kartendeck vor sich hin und hebt mit einer Hand den oberen Teil des Kartendecks ab und legt ihn auf die Cut-Karte. Den unteren Teil des Kartendecks legt man mit der anderen Hand quasi zeitgleich auf die Cut-Karte und die bereits darauf liegenden Karten.

Die Cut-Karte ist dazu da, dass die unterste Karte von keinem Spieler erkannt werden kann und dass der Dealer nicht von unten gibt. Das Kartengeben von unten ist eine einfache Methode um zu Schummeln.


Kommunikation zischen Dealer und Spieler
Ich fand es erstaunlich, wie viel man als Dealer spricht. Es beginnt mit "Spieler nach den Blinds spricht". Die Aktion die er ausführt teile ich den anderen Spielern mit z.B. "Bet 400". Den nächsten Spielern muss ich dann sagen "400 zum Call". Foldet der Spieler muss ich auch das ansagen.
Jede Aktion muss vom Dealer kommentiert werden. Zurück lehnen und warten bis die Setzrunde vorbei ist, geht also nicht. Nach einner Setzrunde muss angesagt werden, wie viel Spieler noch in der Hand sind und ggf. wie viele davon All-In sind.


Am Ende der Schulung erhielten wir den Turnierplan für März und sollten uns für ein paar Tuniere einschreiben, an denen wir als Probedealer arbeiten. Dies ist Teil der Ausbildung. Angesetzt sind 3 Tuniere in denen man als Probedealer arbeitet ehe man als vollwertiger Dealer arbeiten darf.
In der Zeit, in der man als Probedealer arbeitet erhält man lediglich die Anfahrtspauschale i.H.v. 10€. Bei den ersten Tunieren ist dann immer ein ausgebildeter Dealer mit am Tisch, der einem mit Rat und tat zur Seite steht.

Na gut, ich berichte wieder, wenn ich das erste Tunier als Probedealer gedealt habe.