Montag, 25. Februar 2008

NL10 bei PacificPoker (Pokerraum Review)

PacificPoker bietet NL10 Shorthanded (6 Spieler) und NL10 Longhanded (10Spieler) an. Headsup-Tische gibt es erst im NL25 Limit.
Es gibt seit neuestem auch "Beginner-Tische", an diesen Tischen darf man vermutlich nur eine bestimmte Zeit nach Anmeldung bei PacificPoker spielen. Leider habe ich nicht herausgefunden wie die Bedingungen lauten.


Spieler:
Bei NL10 gibt es 3 wesentliche Spielerkategorien.
Die hälfte der Spieler sind bluttige Anfänger (1. Kategorie).
25% der Spieler meinten sie wären gute Spieler, haben sich aber abgesehen von den Regeln nicht weiter mit Poker beschäftigt (2. Kategorie). Manchmal erwischt man einen Tisch, voll mit Pokerneulingen. Es gibt kaum raises aber viele calls. Was einen mitunter auch zur Verzweiflung bringen kann, wenn die Fische auf dem River einen ihrer 4 Outs treffen.
Die 3. Kategorie (die restlichen 25% der Spieler) kennen im wesentlichen die Starthandkategorien, Odds und Outs und sind nicht mehr ihrer Neugier wehrlos ausgesetzt.


Spielweise:
75% der Spieler spielen zu schlechte Starthände (Spielweise: loose). Ich habe es häufig erlebt das preflop der 4-fache BB gecalled wird mit J7s. Man sollte nicht mit der Intention einen Flush zu bekommen, preflop ein Raise mitgehen. Kann man den Flop allerdings günstig sehen, sind multiway-connectors gut spielbar (z.B. 89s).
Außerdem haben diese Spieler die Angewohnheit, sehr passiv zu spielen. Es wird also nur gecalled. Gerade beim Bieten oder Erhöhen sieht man wo man mit seiner Hand steht. Diese Information habe ich bei einem Call nicht. Ein überragender Anteil spielt also loose-passiv. Die wohl schlechste Spielweise.

5% pokern loose-aggresiv. Den hohen Wetten vor dem Flop folgt verhältnismäßig oft ein all-in Move auf dem Flop. Oder es wird häufig preflop all-in gegangen. Leider bekommt man bei solchen Idioten nie hohe Pocketpairs... Aber mit etwas Geduld wird sich eine geeigntete Situation ergeben.

Weitere 10% spielen tight-passiv. Sie wählen bedacht ihre Starthände aus. Treffen sie den Flop allerdings nicht, wird nur gecheckt. Auf Aggression reagieren sie mit einem schnellen Fold. An sich hat man mit dieser Spielweise beim NL10 gute Gewinnchancen. Aber es gibt 2 Nachteile: 1. es gehen einem zu viele Pots durch die Lappen, welche man hätte stehlen können und 2. werden die Pots durch die passive Spielweise nicht sehr groß, wenn man mal den den Flop trifft.

Die beste Spielweise ist die tight-aggressive (10% der Spieler). Man wartet geduldig auf eine gute Starthand, dann wird preflop erhöht, da sehr viele loose Spieler am Tisch sitzen gibt es auch grundsätzlich 2 caller. So ist bereits nach dem Flop $1 im Pot. Grundsätzlich, ob nun getroffen oder nicht, sollte ein Conti-Bet folgen (mind. in Höhe des halben Pots). Verspürt man Gegenwehr sollten mittelmäßige bis gute Hände ruhig aufgegeben werde. Denn geraised wird man hier meistens nur, wenn der Gegner die Nuts hält.